Versetzung gefährdet. ! Nach der 4. Niederlage in Folge rückt der direkte Wiederaufstieg so langsam aber sicher in weite Ferne.

Gegen einen routiniert aufspielenden Gegner aus dem Tabellenmittelfeld gelang uns in den ersten elf Minuten kein einziger Treffer. Einzig Deckung und Torhüter verhinderten eine höhere Führung der Polizisten aus Köln. Dennoch lag man gleich mit 0:4 hinten. Über ein 2:5 in der 14. Minute kämpften wir uns zur 19. Minute auf 6:7 heran. Unsere beiden „Aushilfen“ Niklas Fischer und Simon Feld übernahmen in dieser Phase die bis dahin vakante Verantwortung. Wahrscheinlicher hätten wir uns zu diesem Zeitpunkt auch mit der Egalisierung der anfänglichen Hypothek belohnen können. Leider folgte – auch Dank einiger fragwürdigen Schiri Entscheidungen- eine hektische Phase mit den mittlerweile fast obligatorischen 2minuten wegen Meckerns. Somit verstanden es unsere Gäste sich clever mit 12:13 aus unserer Sicht in die Kabine zu retten.

Für die zweite Halbzeit viel vorgenommen, konnten wir bis zur 39. Minute das Ergebnis immer wieder ausgleichen. Mit dem 15:17 folgte bedauerlicherweise der Knick. Hektik vorne und mangelnde Absprache in der Deckung verhalfen dem Gegner zum nicht unverdienten 17:21. Hier waren bereits 45 Minuten gespielt. Drei Minuten lang hörte man nun unsere Deckung, es wurde geschoben und unseren gegenüber aus der Domstadt gezeigt, dass wir ein Heimspiel bestritten. Nochmal auf 20:22 dran. In der Folge zeigte sich leider ein Problem welches Trainer Janni Schmitz bereits häufiger als Knackpunkt ausgemacht hat: Pässe auf 10-11 Metern, ohne dass sich jemand ein Herz fast und den Druck auf die Deckung des Gegners erhöht oder gar die Fackel rausholt. Ergebnis: drei Treffer in Folge gegen uns .. 21:25. Ein wenig bezeichnend dass Niklas Fischer in seinem zweiten Saisonspiel noch nochmals Verantwortung übernahm und seine bis dahin ordentliche Leistung mit zwei weiteren Treffern unterstrich. Leider verpuffte dieses letzte Aufbegehren, da man sich in den letzten Sekunden nicht einig wurde, ob nun offene Manndeckung oder nicht… 23:26 Schlusspfiff.

Sinnbild ist am Ende nach dem Blick auf den Spielbericht, dass wir über 60 Minuten nicht einmal in Führung gehen konnten. Im Grunde warten nun bereits drei Endspiele im restlichen Jahr 2018. Zumindest wenn man noch ein Wort im Aufstiegsrennen mitsprechen möchte. Dies kann über mehr Kampf und Mut zu Würfen aus der Bewegung heraus mit Sicherheit gepackt werden

TUS:

Tor: Kazinski (1.Hz); Gille (2.Hz)

Feld: Fischer 7; Haag 4/2; Feld 3; Yildirim 2/1; Steyer 2; Hardt ; Rittau; Laukötter; Schmid; Bergner jeweils 1; Horlitz; Peters

Wie man aus eigener Kraft das Aufstiegsrennen spannender gestaltet, haben wir in den letzten beiden Spielen gezeigt. Nach der letztlich hochverdienten 21:25 Pleite in Wesseling (immerhin führte man zur Halbzeit noch mit 13:11) empfingen wir somit die nun punktgleichen Routiniers aus Bocklemünd .

Die ersten 7 Spielminuten gestalteten sich recht anschaulich. Zwei gute Deckungsverbände mit gut aufgelegten Torhütern stellten auf 3:3. Es wurde auf beiden Seiten schöner Handball gezeigt. Zur 12 . Minute hin konnten wir dann auf 7:3 davonziehen, wobei Emre Yildirim allein für 3 Treffer in Folge verantwortlich war. In der Folge stellte sich Bockes mehr und mehr auf uns ein. Vor allem ein starker Rückraum, angeführt vom technisch versierten Mittelmann verstand es nun sich offene Würfe zu erspielen. Bis zur 20. Minute verkürzte der Tabellennachbar folgerichtig zum 10:8. Auch unsere eigene Konzentration ließ nun nach so dass wir uns zum 13:13 in die Pause „retteten".

Der Start in die zweite Halbzeit gab Grund zum Lächeln. Torhüter und Deckung funktionieren gemeinsam. Die Anzeigetafel zeigte 17:15 an. Leider setzte sich nun die Erfahrung der bereits in höheren Ligen aktiv gewesenen Akteure aus Köln durch. 5 Gegentreffer in Folge (alle durch die Mitte) zwingen Coach Janni zur Auszeit beim Stand von 17:20 in Minute 44. Leider bekamen wir trotz zwischenzeitigen Ausgleich (21:21 47. Minute) keinerlei Zugriff auf den Gegner , der deinerseits seinen Stiefel gekonnt runterspielte.

In Minute 52 lagen wir mit 22:24 hinten. Ein kurzer Zwischensprint zum 25:24 fand wiederum sein Ende mit einer Zweiminutenstrafe wegen „meckern". In Überzahl spielte Bockes sehr abgeklärt und unaufgeregt ein 27:28 aus unserer Sicht heraus.

TUS:

Tor: Kazinski (1.-44.); Gille (44.–60.)

Feld: Yildirim 6/2; Horlitz 5; Rittau 4/3; Lange 3; Weltersbach 3; Weber 3; Schumacher , A. 2; Hardt 1; Peters; Schmid; Laukötter; Steyer

Positiv zu erwähnen ist, dass die Deckung mittlerweile (zumindest phasenweise) auch ohne den schmerzlich vermissten Abwehrchef Jens „Mues-lee“ Schumacher an Stabilität gewinnt.

„Applaudiert euch selbst mal!“ solch ein Fazit hätte wohl kaum ein Spieler nach diesem Match von Trainer Janni Schmitz erwartet. „Dies war mal ein echter Arbeitssieg… ihr habt euch hier selbst aus dem Mist gezogen" so der Coach weiter im Spielerkreis nach dem knappen aber letztlich verdienten Heimsieg . Gegen den zu jeder Minute fairen Gegner aus Hürth Tat man sich tatsächlich zu keiner Sekunde leicht. Über die erste Halbzeit hüllt man daher größtenteils den Mantel des Schweigens. Nicht einmal die Hälfte der Wurfversuche fanden den Weg ins Netz des Gegners. Dieser selbst scheiterte seinerseits glücklicherweise an der relativ gut aufgelegten Katze im Tor. In Minute 22 führte so Hürth sogar mit 5:6. Normalform kann man bis hierher keinem unserer Jungs attestieren. Bezeichnend hierfür auch der Klopper in letzter Sekunde, als sich Rückraum und Katze einen Murmel-Freiwurf hinein in die Torwartecke zum 8:11 Pausenstand „gönnten“.

Der letzte Weckruf folgte dann direkt zum 8:12 aus Hürth. Von da an stellte unsere Zwote auf Kampf und ließ sich nun nicht mehr wie zuvor 35 Minuten vom Schlafwagenspiel der Gäste einspinnen. Einige überzeugende Ballgewinne aus der gut durch Goalie Markus Gille dirigierten Deckung heraus führten zu Gegenstößen, die vor allem unsere Außen Emre Yildirim und Chris „Teddy“ Haag bis zur 43. Minute zum 14:13 nutzten. Durch eine neuerliche Fehlwurfparade verhinderte es nun leider, eine gewisse Sicherheit ins Spiel zu bringen. Der cleverer Wechsel von Rückraum Links Fabian Weber auf Linksaußen führte nun mit seinen 5 Buden hin bis 20 :17 in der 53. Spielminute. Mit ein bisschen Krampf aber einer Menge Kampf kämpften wir uns zum 23:20 Heimsieg durch. 

TUS: Tor: Kazinski (1.-30.); Gille (31. – 60.) Feld: Bergner; Hardt (3); Weber (5); Lange; Horlitz (1); Yildirim (8/2); Haag (2); Schmid (1); Kaatze (1); Rittau; Schumacher, A. (1); Steyer (1) 

Die Einheiten während der Spielpause gilt es nun zu nutzen um die Treffsicherheit (allein 13 x Aluminium gegen Hürth ) zu verbessern. Denn Diese werden wir in den nächsten 3 Spielen gegen Wesseling; Bocklemünd und Janus auf jeden Fall benötigen.

Mit jeder Menge Motivation aber leider ohne Schiedsrichter trat unsere Zwote im goldenen Oktober gegen die Beuteltiere aus Köln an. Ebenfalls nicht anwesend die Gebrüder Schumacher und Tobi Steyer.

In der 3. Minute führten wir mit 4:1 und es hatte den Anschein dass die Ansprache von Coach Janni Schmitz „auch mal einen Gegner mit 20 Toren Differenz abzufertigen, wenn sich die Gelegenheit bietet" Früchte tragen sollte. Überhastete Angriffe, wenig Ideen im Aufbauspiel folgten. Die Kölner nahmen dankend an und verkürzten auf 5:4. Immer mal wieder gelangen uns 2 Treffer in Folge. So stand zwischenzeitlich ein 12:7 – Auszeit. Eine an Höhepunkten dünn besiedelte 1.Halbzeit ging mit der bis dato stärksten Phase (ab Minute 24) eingeleitet durch einen gehaltenen Siebenmeter unseres Keepers dem Ende zu. Hier konnten  unsere „Halben" Helge und Fabian mit 5 Treffern vom 14:9 bis hin zur 19:11 Führung zur Pause ein Zeichen setzen.

Zur zweiten Halbzeit reagierte der Coach mit einem Wechsel auf Rückraum Mitte. Routiniert stabilisierte nun Tobi Hohnl die Deckung und gab die richtigen Impulse im Angriff für unsere Halben. Bis zur 40. Minute bauten wir den Vorsprung folgerichtig aus einer stabileren Deckung sowie einer nun besseren Übersicht im Angriff heraus auf 26:14 aus. In den folgenden 10 Minuten schien der Ball unserem Spielmacher Emre etwas zu heiß zu sein. Viele Fang- und Passfehler im Spielaufbau ließen es nicht zu dass wir die Tordifferenz erhöhten. Da die Kangaroos ihres Zeichens allerdings ebenfalls nicht gut abschlossen,  begannen mit 30:18 die letzten 10 Minuten. In eben diesen Schlussminuten fassten sich die heute durchschlagkräftigen Kevin und Helge jeweils ein Herz und erhöhten im Wechsel zum 35:19 Endstand.

Vielen Dank an Marc, der den vermissten Schiri wirklich neutral zu ersetzen wusste. Gute Besserung an den Torhüter der Kangaroos!

TUS:

Tor: Svahn (1.-19. Minute); Kazinski (20.-41.); Gille (42.-60.)

Feld: Bergner (8/2); Hardt (7); Weber (6); Lange (3); Horlitz (3); Yildirim (3); Hohnl (2); Haag (1); Peters (1); Schuster (1/1); Rittau

Am kommenden Donnerstag folgt nun das Nachholspiel gegen Hürth Gleuel; einem Gegner der mit Sicherheit nicht 17 seiner 19 Treffer über Rückraum Links und Rechts erzielen und somit schwieriger auszurechnen sein wird.

Do. 18.10. 20:00 Uhr Halle Wuppertalstraße
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