Handballturnier in Leverkusen: Das Resultat war nicht wichtig | Stadt Leverkusen - Kölner Stadt-Anzeiger 31.03.2014


Beim Spielfest des TuS Rheindorf gingen alle Teams als Sieger vom Platz. Vereine aus Köln, Brühl, Dormagen und Pulheim waren der Einladung des TuS Rheindorf gefolgt. Insgesamt traten zwölf Mannschaften gegeneinander an.
  
Von Maximilian Stier

Niedrige Tore und keine Trefferanzeige, aber viel Spaß, ein Parcours zum Toben und eine Tombola: Handball-Spielfest in Rheindorf. Foto: Ralf Krieger

Dass beim TuS Rheindorf erst seit zwei Jahren wieder Handball für Kinder angeboten wird, kann man kaum glauben. Mittlerweile spielen dort schon 50 Kids Handball. Sie waren die Gastgeber beim 2. Handballfest für Kinder am Samstag in der Sporthalle der Käthe-Kollwitz Schule an der Deichtorstraße. Vereine aus Köln, Brühl, Dormagen und Pulheim waren der Einladung des TuS Rheindorf gefolgt. Insgesamt traten zwölf Mannschaften gegeneinander an.

Das Handballfest richtete sich an Kinder zwischen vier und acht Jahren, die mit ihren Mannschaften noch nicht am regulären Spielbetrieb teilnehmen können. Der beginnt nämlich erst mit der E-Jugend. Drei Stunden lang traten die Sportler zu fünft auf zwei kleinen Feldern in zehnminütigen Matches gegeneinander an. Alle Mannschaften hatten gleich viele Spiele zu bestreiten. Die Tore waren etwas niedriger als im Ligabetrieb üblich. Aber nicht nur das war anderes als bei den großen Vorbildern: Die Treffer wurden nicht gezählt. Auf der großen Anzeigetafel in der Hallenmitte wurde bloß die Zeit angezeigt. Denn: „Die Kinder sollen hier einfach nur Spaß haben und sich beim Spielen austoben. Dadurch, dass wir die Tore nicht zählen, gehen oft beide Teams fröhlich vom Platz, weil sie denken, sie hätten gewonnen. Wir Trainer grinsen dann und sagen «Das wird schon so stimmen»“, erzählte Sylvia Lange, die gemeinsam mit ihrem Ehemann Marc für die Organisation des Nachmittages verantwortlich war. Dazu gehörte zum Beispiel das Vorbereiten der Tombola, deren Erlös dem Nachwuchs zu Gute kommen wird. Bis halb drei war das Ehepaar damit in der Nacht zu Samstag beschäftigt.

Auch zwischen den Spielen wurde keinem Kind langweilig. Ein Parcours mit Matten, Reck, Barren und Bänken war aufgebaut worden. Es sei alles benutzt worden, was in den Katakomben der Sporthalle zu finden gewesen sei.

Cooler als Fußball

Bei den Kindern kam das sehr gut an. Ben (6) und Tim (8) vom Longericher SC aus Köln tobten wild herum. Beide spielen seit drei Jahren Handball. „Handball ist so cool, weil man einen Ball mit der Hand einfach viel besser steuern kann als mit dem Fuß“, erklärte Tim die Vorzüge seiner Sportart.

Der siebenjährige Linus aus Leverkusen brachte weitaus weniger Erfahrung als Ben und Tim mit. Noch spielt er nicht regelmäßig Handball. „Ich würde gerne für Rheindorf spielen“, sagte er. Beim Fest durfte er für die Gastgeber auflaufen. Mama und Papa jubelten ihm zu. Auf der Tribüne tummelten sich Eltern, Geschwister, Großeltern, Tanten und Onkel.

Natürlich hoffen die Rheindorfer, durch das Handballfest Nachwuchs rekrutieren zu können. Es brennt aber im Moment vor allem an anderer Stelle: „Uns fehlen Trainer, zum Beispiel für die D-Jugend suchen wir gerade wen“, sagte Lange. Sie selbst trainiert die Bambini bis zur F-Jugend. Lange nahm zum Abschluss die Siegerehrung vor: Weil keine Ergebnisse notiert wurden, war jeder Sieger. Alle bekamen Medaillen, auf deren Rückseite steht: „Zur Belohnung für deine tolle Leistung beim Handball-Spielfest 2014“.



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Wir wünschen allen Freunden und Förderern des Rheindorfer Handballs eine schöne spielfreie Zeit.

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